Lolita - Die kleine Schönheit

 

Lolita wurde vor vielen Monaten blutüberströmt am Straßenrand gefunden. Sie war wohl von einem Auto überfahren worden.

Trotz zahlreicher Operationen ist es auf Madeira nicht gelungen, ihr das Auftreten auf allen vier Pfoten zu ermöglichen. Eine Hinterprote benutzt sie seit ihrem Unfall nicht mehr. In wie fern dem hier in Deutschland Abhilfe geschaffen werden könnte, ist medizinisch nicht geklärt.

Aber auch auf drei Pfoten ist Lolita ein Schatz und - ihrem Namen entsprechend - eine kleine Schönheit.

Sie selbst beeinträchtig ihre Kleine Behinderung nicht. Im Gegenteil, sie ist Pintas, dem blinden Dalmatiner, eine große Stütze und leiht ihm sozusagen ihre Augen.

Lolita würde geimpft, gechipt und mit einem EU-Heimtierausweis nach Deutschland kommen. Sie ist geschätzt etwa zwei Jahre alt.

20. Januar 2014: Lolita packt - auch den Koffer von Pintas

Lolita wird uns am 18. Februar auf unserem Rückflug von Madeira begleiten und nach einem kurzen Zwischenstopp auf einer Pflegestelle im Saarland direkt zu ihrer Familie ziehen.

23. Februar 2014: Die Knutschkugel ist nach Hause gerollt

noch auf Madeira

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gerade Zuhause angekommen

Lolita neu eingekleidet

Zuhause im Garten

Lolita Schiffweiler

Zuhause im Garten mit Kumpel

Lolita und Blacky

So.

Ja, genau so.

So sieht ein Hundemädchen aus, das von einer deutschen, aufgrund eines Universitätsabschlusses so genannten Tierärztin noch am Freitag letzter Woche "jegliche Lebensqualität" abgesprochen bekam.

Ich weiß nicht, wie es Euch geht. Aber ich war in einer Schule. Da wurden verschiedenste Unterrichtsfächer gelehrt. Eines davon hieß "Geschichte". Gut, der Lehrer war ein wenig dicklich, schmierig - im Ganzen ein wenig unappetitlich. Aber er ging, was auch in den 70ern und 80ern noch eher unüblich war, eingehend auf das dunkelste Kapitel der deutschen Geschichte ein.

Und seither fröstelt mich ein wenig, wenn ich deutsche Ärzte über die Qualität des Lebens von Geschöpfen mit Behinderung philosophieren höre.

Sie sollten sich schämen, Frau Tierärztin. Schämen.

Ich gehe davon aus, dass sie diese Zeilen nie lesen werden, Frau Tierärztin. Aber deshalb habe ich sie auch nicht geschrieben. Geschrieben habe ich sie, weil es mir ein inneres Bedürfnis war.

Wer daran interessiert ist zu wissen, zu welcher Tierärztin man besser nicht gehen sollte, der kann uns gerne fragen.

Und weil alle Beteiligten wussten, dass man zu einer solchen Tierärztin besser nicht gehen und auf sie besser nicht hören sollte, wurde Lolita auch am Freitag nicht, wie von der "Tierärztin" empfohlen, eingeschläfert.

Wir wünschen Dir, Lolita, ein wunderschönes Leben bei Deiner neuen Familie. Es gibt sie in diesem Land leider immer noch. Die Menschen, die glauben, über das Recht auf Leben von behinderten Lebewesen entscheiden zu dürfen. Aber Du kannst beruhigt sein. Es sind nur noch wenige. Und es werden glücklicherweise auch immer weniger.

Lolita wurde vermittelt über: Initiative "Tiere kennen keine Grenzen"

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